AfB erhält Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN 2019

In der Kategorie "Nachhaltig produzieren und konsumieren" ist AfB in Berlin mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN geehrt worden.

IT-Refurbisher handeln ökologisch nachhaltig. Die Weiternutzung von IT-Hardware verringert die ressourcenverzehrende Produktion von Neugeräten, reduziert den CO2-Ausstoß und schont wertvolle Metallen und Mineralien, die für refurbished Geräte nicht abgebaut werden müssen. Fachgerechte Zerlegung reduziert Elektroschrott und ermöglicht die Rohstoffrückgewinnung.

 

Was das gemeinnützige IT-Unternehmen AfB von anderen Refurbishern unterscheidet: Alle Prozessschritte sind barrierefrei gestaltet, denn 42 der 107 AfB-Mitarbeiter in Ettlingen sind Menschen mit Behinderung. AfB-Kunden erwerben damit günstig hochwertige refurbished Business-Geräte und fördern Inklusion.

 

AfB übernimmt ausgemusterte Firmenhardware mit Sicherheitstransport und eigens entwickelten Notebook-Boxen, erfasst und anonymisiert die Geräte, löscht die darauf befindlichen Daten, testet und reinigt sie, rüstet sie auf und verkauft sie in AfB-Shops oder im AfB-Onlineshop mit mindestens 12 Monaten Garantie. Garantie, Kundenservice und günstiger Preis – damit ermöglicht AfB auch Menschen aus sozial schwachen Verhältnissen den Kauf hochwertiger IT und damit die Teilhabe an einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft.

 

Durch Datenlöschung und Aufarbeitung gebrauchter Hardware vermeidet AfB Elektroschrott und spart durch Weiternutzung im Vergleich zur Neuproduktion CO2, Energie und Rohstoffe ein. Nicht mehr vermarktbare Hardware wird in Europa recycelt, die enthaltenen Rohstoffe werden dem Wirtschaftskreislauf erneut zugeführt und substituieren den ausbeuterischen Abbau im globalen Süden.

 

Für sein „Social & green IT“-Konzept ist der gemeinnützige Refurbisher nun in der Kategorie „Nachhaltig produzieren und konsumieren“ mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN ausgezeichnet worden. 138 Teilnehmer hatten sich für die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung beworben, die von der Grünen Liga Berlin mit Unterstützung durch das Umweltbundesamt, den Deutschen Städtetag, den Deutschen Landkreistag, den Deutschen Städte- und Gemeindebund, ICLEI und das Klimabündnis ausgelobt wurde.

 

In den 15 Jahren seit der Unternehmensgründung im Jahr 2004 hat AfB durch IT-Remarketing und -Recycling zur effizienten Nutzung natürlicher Ressourcen und zur Abfallvermeidung beigetragen. Dank einer Studie der TU Berlin lässt sich dieser Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz genau beziffern.  Im Vergleich zur Neuproduktion konnten folgende Ressourcen eingespart werden

  • 87.270 Tonnen CO2*
  • 132.100 Tonnen Rohstoffe (Eisenäquivalente)
  • 281.450 Megawattstunden Energie

 

Bis zum Jahr 2025 hat sich AfB zum Ziel gesetzt 200.000 Tonnen CO2, 300.000 Tonnen Rohstoffe und 600.000 MWh Energie einzusparen. Dazu plant AfB, insgesamt 700 Arbeitsplätze zu schaffen und als Inklusionsunternehmen mindestens 300 davon mit Menschen mit Behinderung besetzen. Dies ist möglich, wenn Unternehmen, Banken, Versicherungen und Einrichtungen der öffentlichen Hand ihre Verantwortung im IT-Bereich erkennen und ihre Gebraucht-IT nicht verschrotten, sondern aufarbeiten lassen.