Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 31.000 Beschäftigten, mehr als 46.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft.
Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.
Seit 2024 arbeiten die Johanniter-Unfall-Hilfe und afb in einer Partnerschaft zusammen, die zeigt, dass der soziale Auftrag auch in der IT-Beschaffung gelebt werden kann – ein Best-Practice-Beispiel für erfolgreiche Digitalisierung in der Sozialwirtschaft.
Auf einen Blick




Die Ausgangssituation
Die IT-Beschaffung bei der Johanniter-Unfall-Hilfe war ursprünglich dezentral organisiert. Die Landesverbände beschafften Hardware eigenständig, was zu unterschiedlichen Standards, heterogenen Prozessen und begrenzter Skalierbarkeit führte.
Im Rahmen einer organisatorischen Weiterentwicklung bündelte die Johanniter-Unfall-Hilfe die IT-Beschaffung schrittweise über die Johanniter-Bundes-IT-Services (JoBITS), was zu einheitlicheren Prozessen, besserer Steuerung und mehr Transparenz führte.
Gleichzeitig bestehen weiterhin vielfältige Anforderungen an die IT-Ausstattung, die sich vor allem aus dem diakonischen Auftrag der Hilfe von Mensch zu Mensch ergeben:
- Unterschiedlichste Einsatzbereiche wie Rettung, Pflege, Betreuung und Bildung erfordern flexible Lösungen
- Je nach Bedarf und Ressourcenverantwortung kommen Neuware und refurbished Hardware zum Einsatz
- Sonderprojekte verlangen kurzfristige Reaktionsfähigkeit und hohe Flexibilität
- Für den direkten Einsatz in der Hilfeleistung muss Hardware sofort einsatzbereit und vorkonfiguriert sein
Ziel war es, eine IT-Beschaffungsstruktur zu schaffen, die diese vielfältigen Anforderungen bündelt, den gesamten Lebenszyklus der Geräte im Blick behält und den administrativen Aufwand für alle Beteiligten spürbar reduziert.
Die Herausforderung
IT-Beschaffung ist für die Johanniter-Unfall-Hilfe Voraussetzung dafür, dass Menschen in Pflege, Rettung, Betreuung und Bildung täglich gute Arbeit leisten können. Die Anforderungen ergeben sich daher unmittelbar aus dem diakonischen Auftrag.
Konkret ergaben sich folgende Handlungsfelder:
- Verlässlichkeit im Einsatz
Dezentral gewachsene Strukturen mit unterschiedlichen Beschaffungswegen und Gerätestandards mussten in ein einheitliches System überführt werden. Dabei war entscheidend, dass die Handlungsfähigkeit der Landesverbände erhalten bleibt und bundesweit jederzeit einsatzbereite Hardware zur Verfügung steht. - Flexibilität für vielfältige Aufgaben
Zentrale Strukturen schaffen Effizienz, müssen aber die Bandbreite sozialer Aufgaben in Pflege, Rettung, Bildung und Betreuung weiterhin unterstützen. Standardisierung und Flexibilität schließen sich dabei nicht aus. - Verantwortung im Umgang mit Ressourcen
Die kontinuierliche IT-Erneuerung sollte wirtschaftlich tragfähig und ressourcenschonend gestaltet werden. Ein bewusster Umgang mit IT-Hardware über den gesamten Lebenszyklus war dabei ebenso gesetzt wie die Frage nach gesellschaftlicher Wirkung: Wie kann Beschaffung dazu beitragen, Teilhabe zu fördern und Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen zu unterstützen?
Die Lösung
Die Johanniter-Unfall-Hilfe hat sich für afb social & green IT als Partner entschieden, weil afb versteht, was es bedeutet, den sozialen Auftrag auch in der Beschaffung zu leben, und ein Modell bietet, das genau das ermöglicht.
Die Versorgung mit technischen Arbeitsmitteln erfolgt bundesweit zuverlässig, die Mitarbeitenden der Johanniter-Bundes-IT-Services werden operativ entlastet und gleichzeitig entfaltet sich eine gesellschaftliche Wirkung über die reine IT-Versorgung hinaus.
Die Lösung im Überblick:
- Zentrale, bundesweite Versorgung aus einer Hand
einheitliche Geräte, klare Prozesse und eine verlässliche Lieferkette für alle Landesverbände. - Kombination aus Neu- und refurbished Hardware
Bedarfsgerechte Ausstattung, die wirtschaftliche Anforderungen und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen verbindet. - Sofort einsatzbereite, geprüfte Geräte
Die Einsatzfähigkeit für schnelle Hilfeleistungen und soziale Aufgaben ist sichergestellt. - Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen
Durch den gezielten Einsatz von refurbished Hardware trägt die Beschaffung aktiv dazu bei, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. - Gesellschaftliche Wirkung durch Inklusion
Inklusive Arbeitsplätze werden unterstützt und IT-Beschaffung aktiv mit gesellschaftlicher Teilhabe verbunden.
Die Umsetzung
Die bereitgestellte Hardware wird in allen zentralen Einsatzfeldern der Johanniter genutzt:
- Verwaltungsstandorte
- Soziale Einrichtungen
- Operative Einheiten (z. B. Rettung, Pflege, Betreuung)
- Bildungseinrichtungen (z. B. Kitas, Schulen, Hochschule – insbesondere mit refurbished Geräten)
Durch standardisierte Prozesse konnten die Geräte schnell integriert und unmittelbar für die Arbeit vor Ort eingesetzt werden.
Die Ergebnisse
Die zentral gesteuerte IT-Beschaffung der Johanniter-Unfall-Hilfe erfüllt gezielt die Anforderungen an die IT-Ausstattung im sozialen Arbeitsalltag. Das gemeinsame Modell mit afb schafft Verlässlichkeit für alle Landesverbände, entlastet die Organisation operativ und verbindet wirtschaftliche Effizienz mit gesellschaftlicher Wirkung.