Gemeinnütziges Inklusionsunternehmen – Mehrwert inklusive!

Was ist ein Inklusionsunternehmen? Wieso sind manche Inklusionsunternehmen gemeinnützig? Welche Vorteile bringt eine Partnerschaft mit einem Inklusionsunternehmen? Wieso in einem Inklusionsunternehmen arbeiten? Hier erfahren Sie mehr.

Fragezeichen Was ist ein Inklusionsunternehmen?

Inklusionsunternehmen erfüllen einen sehr wichtigen sozialen Auftrag und übernehmen damit besondere gesellschaftliche Verantwortung: Sie verpflichten sich, zwischen 30% und 50% ihrer Arbeitsplätze mit besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen nach § 215 SGB IX zu besetzen. Inklusionsunternehmen verwirklichen also inklusive und gleichberechtigte Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen mit einem besonderen Unterstützungsbedarf.

Fragezeichen Wie wird Inklusion bei AfB umgesetzt?

AfB ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der i500 gAG. Das gemeinsame Ziel: europaweit 500 feste sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu schaffen. Mehr als die Hälfte ist bereits erreicht: Zurzeit sind 290 der 600 AfB-Mitarbeitenden schwerbehindert (März 2022).

AfB wurde bereits mehrfach für das inklusive Geschäftsmodell ausgezeichnet, u.a. mit dem Inklusionspreis NRW, dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021 und als "Europäisches Sozialunternehmen des Jahres 2020".

Fragezeichen Was bedeutet "gemeinnützig"?

Grundsätzlich bezeichnet die Gemeinnützigkeit eine Tätigkeit, die in ihrer Wirkung dem Allgemeinwohl dient (nach § 52 der Abgabeordnung). Sie ist im Wesentlichen durch das Steuerrecht definiert. Die gemeinnützige Tätigkeit muss unmittelbar, uneingeschränkt und dauernd auf das Wohl der Allgemeinheit gerichtet sein und darf nur in uneigennütziger Weise erfolgen. Inklusionsunternehmen sind dann gemeinnützig, wenn sie mindestens 40% und nicht mehr als 50% behinderter Menschen beschäftigen.

Fragezeichen IT-Partner der AfB fördern Inklusion

"Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden", heißt es im Art. 3 Abs. 3 des Grundgesetzes. In Deutschland leben nach Angaben des Statistischen Bundesamts 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen (Quelle: destatis, 2017). Inklusionsunternehmen sichern die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Jede Partnerschaft mit einem Unternehmen hilft dabei.

Durch die Reduzierung von Ungleichheiten und die Förderung eines inklusiven und selbstbestimmten Lebens für Menschen mit Behinderung leisten unsere Partner im Rahmen einer Kooperation mit AfB einen Beitrag zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele, den sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs). Die SDGs wurden von den Vereinten Nationen verabschiedet und gelten für alle 193 Mitgliedsstaaten.

Fragezeichen Was ist eine Werkstatt für behinderte Menschen?

Werkstätten für behinderte Menschen (kurz: WfbM) sollen Menschen mit Behinderung den Weg ins Berufsleben ebnen beziehungsweise eine berufliche Integration ermöglichen. Die Arbeitsbedingungen sind in vielen Werkstätten deutlich schlechter für die Beschäftigten, zum Beispiel weil die Mindestlohnregelung dort nicht gilt. Auch sind die Arbeitsplätze in einer WfbM nicht sozialversicherungspflichtig. Oft ist der Schritt aus der Werkstatt auf den ersten Arbeitsmarkt zudem mit einigen Hürden verbunden.

Ein Inklusionsunternehmen hingegen ist ein (fast) normales Unternehmen, das sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt bietet. Es gibt keine Unterscheidungen bei den Arbeitsbedingungen. Eine Leistungsfähigkeit, die nah am allgemeinen Arbeitsmarkt liegt, ist jedoch erforderlich, da Inklusionsunternehmen sich am Markt behaupten müssen.


Mehr als 250 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

„Als gemeinnützige Organisation messen wir gleichberechtigt unsere sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Erfolge. Finanzielle Überschüsse werden bei uns komplett reinvestiert, um inklusive Arbeitsplätze zu schaffen und IT-Remarketing noch nachhaltiger zu gestalten. Langfristig wollen wir 500 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen. Wir freuen uns daher ganz besonders, dass wir diesem Ziel im vergangenen Jahr trotz Corona einen großen Schritt nähergekommen sind. Wir haben derzeit 290 Beschäftigte mit Schwerbehinderung und konnten somit bereits mehr als die Hälfte der Wegstrecke zu unserem Ziel erreichen.“

AfB-Geschäftsführer Daniel Büchle.

Öffentliche Auftragsvergabe

AfB ist ein familiengeführtes gemeinnütziges Inklusionsunternehmen. Knapp die Hälfte unserer Beschäftigten sind Menschen mit Behinderung. Stand März 2022 sind es 290 von 600 Angestellten. Dieses besondere Geschäftsmodell hat Vorteile für unsere IT-Partner, unser Team und die Gesellschaft. Öffentliche Einrichtungen können Inklusionsunternehmen per Direktvergabe nach §118 GWB beauftragen.

Faktenblatt     

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Fragen und Antworten für die Bewerbung

Warum in einem Inklusionsunternehmen arbeiten?
Wer kann in einem Inklusionsunternehmen arbeiten?
Wie viel verdient man in einem Inklusionsunternehmen?
Kann ich aus einer Werkstatt für behinderte Menschen zu AfB wechseln?
Weitere Fragen?

Wie ist die Arbeit in einem inklusiven Betrieb?

Rita, Hans-Peter, Leoni und Julian arbeiten bei AfB in Ettlingen und beantworten genau diese Frage. Im Podcast erfahren Sie, wie ihr beruflicher Alltag aussieht, wie ihr beruflicher Werdegang war und wie sich die Arbeit bei AfB von anderen Unternehmen unterscheidet.

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