Erfolgreiche Inklusion am Arbeitsplatz

08.02.2018

Eric Hübler ist 28 Jahre alt und kommt aus Berlin. Mit einer Beeinträchtigung von 50% arbeitet er festangestellt für die AfB gemeinnützige GmbH.

Wie war dein Werdegang vor AfB?

Nach meinem mittleren Schulabschluss habe ich mir Gedanken gemacht, wie es nun weitergehen soll. Der Reha-Beratungsdienst hat mich auf das Annedore-Leber-Berufsbildungswerk (ALBBW) aufmerksam gemacht. Dort absolvierte ich ein Jahr zur Berufsvorbereitung, um mich zu orientieren. Danach entschied ich mich für eine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme. Ein halbes Jahr vor dem Ende meiner Lehre musste ich diese wegen einer Allergie gegen industriekonformes Lötzinn abbrechen. Ich musste mich also völlig neu orientieren. 2011 begann ich dann erneut mit einer Ausbildung. Diesmal zum Informatikkaufmann.

Wie bist du auf AfB aufmerksam geworden?

Im Rahmen meiner Lehre ist ein sechsmonatiges Praktikum Pflicht. Als ich nach potenziellen Stellen gesucht habe, ist mir das interessante Konzept der AfB sofort aufgefallen. Umweltschonende Wiederaufbereitung von IT-Hardware und die Gemeinnützigkeit – Das sieht man nicht alle Tage! Zum Glück hat es dann auch geklappt und ich habe mein Praktikum mehr als erfolgreich absolviert.

Warum genau verlief dein Praktikum bei AfB so erfolgreich?

Die verschiedenen Aufgaben machten mir durchweg Spaß. In der Zusammenarbeit mit dem Team konnte ich mich wirklich gut einbringen. Man hat sofort gemerkt, meine Beeinträchtigung war bei AfB von Anfang an kein Hindernis. Alle Prozesse sind so strukturiert, dass man sich gut zurecht findet. Und nach diesem halben Jahr belohnte das gemeinnützige IT-Unternehmen meine Leistungen und ich konnte meine Lehre in Form einer verzahnten Ausbildung fortführen. Das war ein tolles Gefühl!

Seit Ende deiner Ausbildung arbeitest du festangestellt bei AfB. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Ich bin hauptsächlich im Verkauf und Onlinehandel tätig und übernehme administrative Aufgaben im Stifter-Helfen-Projekt. Ich habe mich schon immer im Verkauf und in der Technik gesehen. Bei AfB habe ich die Möglichkeit beide Bereiche zu vereinen.

Die Zusammenarbeit der ALBBW mit AfB gibt es seit März 2013. Würdest du sie als erfolgreich bezeichnen?

In der Zwischenzeit gibt es schon eine weitere Auszubildende zur Informatikkauffrau, Lisa Jabobi, die eine verzahnte Ausbildung bei AfB absolviert. Sie ist mir direkt unterstellt. Dass ich einmal Verantwortung für eine andere Mitarbeiterin übernehmen darf, hätte ich nicht erwartet. Etwas an andere Azubis weiterzugeben, die ähnliche Schwierigkeiten mit dem Start ins Arbeitsleben hatten, ist eine wirklich gute Sache.