Was tun gegen Spam und Phishing auf dem Smartphone?

25.04.2017

Aufdringliche Anrufe und Zettel im Briefkasten können nerven. Unser Online-Postfach leidet ständig unter werblichen und betrügerischen Mailattacken. Seit unser Handy sich zu einem Mini-Computer entwickelt hat, der dauerhaft online und in unserer Nähe ist, haben sich auch für Betrüger neue Wege eröffnet. Die Vielzahl an sensiblen Daten auf unserem Smartphone schreit förmlich danach, von Dritten für Spam und Betrug missbraucht zu werden. Wir erinnern Sie an ein paar Tricks, wie Sie sich davor schützen.

Spam scheint harmlose Werbung zu sein, die unser Postfach überfüllt. Vermehrt spezialisieren sich Anbieter darauf, die notwendigen Daten über unser Smartphone zu beziehen, um mit uns in Kontakt zu treten: Anrufe, Nachrichten über Whatsapp und SMS sowie Mails im mobilen E-Mail-Portal. Gefährlich wird es bei Phishing. So bezeichnet man das Ergaunern sensibler Daten, wie Passwörter, TAN-Codes oder Kreditkartendaten durch Dritte. In der Regel findet diese Art von Diebstahl per Mail statt. Die Anschreiben erwecken den Eindruck, wichtig zu sein, und zielen auf die Angabe persönlicher Daten. Dadurch können zum Beispiel Bankkonten geplündert werden. Welche Schutzmaßnahmen Sie im Voraus treffen sollten und wie Sie sich verhalten, wenn doch der Posteingang klingelt, lesen Sie hier:

  • Veröffentlichen Sie auf keinen Fall Ihre E-Mail-Adresse im Internet. Für die Anmeldung in sozialen Netzwerken, die Teilnahme an Gewinnspielen oder sonstigen Diensten nutzen Sie im Zweifel eine Zweitadresse. Wird diese zu falschen Zwecken missbraucht, können Sie diese problemlos löschen, während die Hauptadresse geschützt bleibt.
  • Lesen Sie genau durch, welchen Teilnahmebedingungen Sie online und offline zustimmen. Oftmals akzeptieren Sie, ohne es zu merken, AGBs, die Ihre Mailadresse zu Werbezwecken frei geben.
  • Funk-Schnittstellen wie WLAN und Bluetooth sollten Sie deaktivieren, wenn sie nicht benötigt werden. Vor allem das Surfen in unverschlüsselten öffentlichen WLAN-Netzwerken kann zur Gefahr werden. Denn Daten können hierüber schnell und einfach ausspioniert werden.
  • Aktivieren Sie bei Ihrem Mailanbieter das spezielle Spam-Filter-Programm. Zudem können Sie einstellen, dass bestimmte Mails direkt in den Papierkorb verschwinden.
  • Phishing-Mails suggerieren professionelle Absichten. Überprüfen Sie deshalb genau, wer Ihnen die Nachricht geschickt hat und ob der Absender von einer offiziellen Stelle stammt. Sie werden weder persönlich noch mit vollständigem Namen angesprochen? Ihnen wir gedroht und Sie werden aufgefordert sensible Daten einzugeben? Dann sollten sofort Ihre Alarmglocken schrillen.
  • Die wichtigste Regel: weder auf Spam- noch auf Phishing-Mails antworten! Ignorieren Sie die Nachrichten oder Anrufe, löschen Sie diese direkt. Auf keinen Fall sollten Sie einen Link anklicken, Daten angeben oder mit dem Absender in Kontakt treten. Bei Letzterem ist die Folge noch mehr Spam.
  • Sie sind trotz Sicherheitsvorkehrungen übermäßig von Werbung und Betrugsmails betroffen? Das könnte an Apps auf Ihrem Smartphone liegen, die sich als Adware entpuppen. Lesen Sie vor jedem Download die Rezensionen. Besonders vorsichtig sollten Sie dabei sein, ungeprüfte Anwendungen außerhalb des Stores herunterzuladen. Zur Sicherheit Ihrer Daten sollten Sie darauf lieber verzichten.
  • Um herauszufinden, welche Apps Adware auf Ihrem Smartphone produzieren, starten Sie Ihr Handy im abgesicherten Modus. So werden nur die ab Werk installierten Apps aufgerufen und unseriöse identifiziert.
  • Zudem wurden spezielle Apps entwickelt, die vor Spam und Phishing schützen. Kostenlose Helfer für Android und iOS sind zum Beispiel „Truecaller“ und „360 Security – Antivirus Boost“. „Truecaller“ listet unseriöse Anbieter und Telemarketing-Agenturen. Damit können Sie erkennen, wann Sie besser nicht zum Hörer greifen sollten. Die Virenerkennung „360 Security – Antivirus Boost“ ist ein Programm zur Virenerkennung mit Features zur Optimierung der Geschwindigkeit, das zudem unnötig belegten Speicherplatz erkennt.