Handyrecycling

Gemeinsam für eine bessere Ökobilanz: Handyrecycling mit AfB, Telefónica Deutschland und NABU

Die Aufarbeitung von Handys schont wertvolle Ressourcen. Foto: AfB gGmbH

Handyrecycling schont die Umwelt. Foto: AfB gGmbH

Handysammlung mit Telefónica Deutschland und NABU. Foto: AfB gGmbH

Handys enthalten wichtige Rohstoffe auf kleinstem Raum

Alte Handys müssen fachgerecht entsorgt werden, um die Umwelt nicht zu gefährden und wertvolle Rohstoffe zurück zu gewinnen. Daher hat AfB gemeinsam mit Telefónica Deutschland und NABU die Sammlung nicht mehr benötigter Mobilgeräte ins Leben gerufen.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom schlummern etwa 124 Millionen funktionierende Mobiltelefone ungenutzt in deutschen Haushalten. Gemeinsam setzen sich AfB, Telefónica Deutschland, der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und andere Partner dafür ein, dass funktionsfähige Handys aufgearbeitet und wiederverwendet werden. Gebrauchtgeräte, die sich nicht wiedervermarkten lassen, werden fachgerecht und ökologisch einwandfrei recycelt.

 

Refurbishment im Sinne der Kreislaufwirtschaft am besten

Die professionelle Aufarbeitung von Smartphones („Refurbishment“) hat enorme Treibhausgas- und Ressourceneinsparungen zur Folge. Das Fraunhofer-Institut bestätigt, dass „durch Refurbishment eines Smartphones ca. 14 kg Ressourcen und 58 kg CO2-Äq. Treibhausgase eingespart werden können.“ (Quelle: Treibhausgas- und Ressourceneinsparungen durch Wiederverwendung von Smartphones und Tablets, von Dr. Daniel Maga et al. in Müll und Abfall, 5/18).

Die AfB löscht die Daten auf den funktionsfähigen Mobilgeräten über ein zertifiziertes Verfahren und bereitet diese, soweit möglich, zur Wiedervermarktung auf. Alle anderen Geräte werden mechanisch zerstört und einem Schmelzbetrieb in Europa zur Ressourcengewinnung übergeben. Die Prozesse zur Entsorgung ausgedienter Geräte unterliegen einem jährlichen Monitoring.

 

Handy-Recycling schont Umwelt und Ressourcen

„Handys enthalten Rohstoffe in sehr hoher Konzentration“, erklärt Sabine Lemke vom NABU. In Handys findet man z.B. Kassiterit, Columbit-Tantalit, Wolframit und Gold – sogenannte „Konfliktmineralien“, die nicht nur wertvoll sind, sondern meist auch unter fragwürdigen Bedingungen in Asien oder Afrika abgebaut werden. Bei der Weiterverarbeitung, etwa zu Leiterplatten und Chips, können giftige Chemikalien ins Grundwasser gelangen.

Je mehr Mobiltelefone also wiedervermarktet oder recycelt werden können, desto besser für die Umwelt.