Gemeinnütziges Inklusionsunternehmen – Mehrwert inklusive!

Knapp die Hälfte der AfB-Mitarbeiter sind Menschen mit Behinderung - AfB ist damit ein Inklusionsunternehmen. Was das Besondere an diesem Geschäftsmodell ist und welche Vorteile es für Partner, Arbeitnehmer und die Gesellschaft hat, erfahren Sie hier.

Was sind Inklusionsunternehmen? Worin unterscheiden sie sich von Werkstätten für behinderte Menschen? Welche Vorteile bringt eine Partnerschaft mit einem Inklusionsunternehmen? Hier erfahren Sie mehr.

Was sind Inklusionsunternehmen?

Inklusionsunternehmen erfüllen einen sehr wichtigen sozialen Auftrag und übernehmen damit besondere gesellschaftliche Verantwortung: Sie verpflichten sich, zwischen 30% und 50% ihrer Arbeitsplätze mit besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen nach § 215 SGB IX zu besetzen. Inklusionsunternehmen verwirklichen also inklusive und gleichberechtigte Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen mit einem besonderen Unterstützungsbedarf.

Was bedeutet "gemeinnützig"?

Grundsätzlich bezeichnet die Gemeinnützigkeit eine Tätigkeit, die in ihrer Wirkung dem Allgemeinwohl dient (nach § 52 der Abgabeordnung). Sie ist im Wesentlichen durch das Steuerrecht definiert. Die gemeinnützige Tätigkeit muss unmittelbar, uneingeschränkt und dauernd auf das Wohl der Allgemeinheit gerichtet sein und darf nur in uneigennütziger Weise erfolgen.

Unterschied zur Werkstatt für behinderte Menschen?

Werkstätten für behinderte Menschen (kurz: WfbM) sollen Menschen mit Behinderung den Weg ins Berufsleben ebnen beziehungsweise eine berufliche Integration ermöglichen. Die Arbeitsbedingungen sind in vielen Werkstätten deutlich schlechter für die Beschäftigten, zum Beispiel weil die Mindestlohnregelung dort nicht gilt. Auch sind die Arbeitsplätze in einer WfbM nicht sozialversicherungspflichtig. Oft ist der Schritt aus der Werkstatt auf den ersten Arbeitsmarkt zudem mit einigen Hürden verbunden.

Ein Inklusionsunternehmen hingegen ist ein (fast) normales Unternehmen, das sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt bietet. Es gibt keine Unterscheidungen bei den Arbeitsbedingungen. Eine Leistungsfähigkeit, die nah am allgemeinen Arbeitsmarkt liegt, ist jedoch erforderlich, da Inklusionsunternehmen sich am Markt behaupten müssen.

Wie wird Inklusion bei AfB umgesetzt?

AfB ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der i500 gAG. Das gemeinsame Ziel: Europaweit 500 Menschen mit Behinderung einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz zu geben. Zurzeit sind etwa 47% der über 380 AfB-Mitarbeiter Menschen mit Behinderung.

AfB wurde bereits mehrfach für das Inklusive Geschäftsmodell ausgezeichnet. Zum Beispiel als Projekt Nachhaltigkeit (2019) mit dem Rudolf-Freudenberg-Preis (2018) und 2017 mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik für AfB-Gründer und Geschäftsführer Paul Cvilak.

Warum mit einem Inklusionsunternehmen zusammenarbeiten?

In Deutschland leben nach Angaben des Statistischen Bundesamts 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen (Quelle: destatis, 2017). In einer Partnerschaft mit einem Inklusionsunternehmen wie der AfB wird Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetztes unterstützt. Hier heißt es: “Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.” Inklusionsunternehmen tragen genau dafür Sorge, weil sie die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sichern.

Durch die Reduzierung von Ungleichheiten und die Förderung eines inklusiven und selbststimmten Lebens für Menschen mit Behinderung leisten Sie im Rahmen einer Kooperation mit AfB einen Beitrag zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele, den sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs). Die SDGs wurden von den Vereinten Nationen verabschiedet und gelten für alle 193 Mitgliedsstaaten.

Fragen und Antworten für Bewerber

Warum in einem Inklusionsunternehmen arbeiten?
Wer kann in einem Inklusionsunternehmen arbeiten?
Wie viel verdient man in einem Inklusionsunternehmen?
Kann ich von der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in ein Inklusionsunternehmen wechseln?
Weitere Fragen?