Circularity Gap Report 2026: Ein klarer Handlungsauftrag für Unternehmen
Der Circularity Gap Report 2026 macht deutlich, welches wirtschaftliche Potenzial weltweit ungenutzt bleibt: Jährlich gehen rund 25,4 Billionen Euro an Wert verloren, weil Ressourcen ineffizient genutzt, Produkte zu früh entsorgt oder Materialien nicht im Kreislauf gehalten werden. Das entspricht etwa 31 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.
Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass Unternehmen eine Schlüsselrolle bei der Transformation hin zur Kreislaufwirtschaft spielen:
„Businesses are practical enablers in translating circularity opportunities into real-world outcomes. By identifying inefficiencies in material use and innovating with new business models, organisations can preserve existing value and create new sources of value.”
Dabei kommt insbesondere der Unternehmens-IT eine entscheidende Rolle zu. Diese gehört zu den ressourcenintensivsten Bereichen moderner Organisationen und wird häufig lange vor dem tatsächlichen Ende ihrer technischen Nutzungsdauer ersetzt.
Das Problem bei der Unternehmens-IT
Viele Unternehmen arbeiten noch nach dem linearen Prinzip „Take – Make – Waste“: Produkte werden beschafft, genutzt und anschließend entsorgt. Laut Circularity Gap Report verursacht allein die vorzeitige Ausmusterung von Produkten und Materialien weltweit einen Wertverlust von rund 10 Billionen Euro pro Jahr.
IT-Hardware ist hierfür ein besonders anschauliches Beispiel. Laptops, Smartphones, Monitore und Server enthalten zahlreiche wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber, Kupfer, Palladium oder seltene Erden. Werden Geräte entsorgt, bevor ihr tatsächliches Nutzungspotenzial ausgeschöpft ist, gehen nicht nur materielle Werte verloren – auch die für Herstellung, Transport und Betrieb eingesetzten Ressourcen werden entwertet.
Gleichzeitig stehen Unternehmen unter erheblichem Innovationsdruck. Themen wie Künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Cybersecurity oder neue regulatorische Anforderungen führen dazu, dass Hardware regelmäßig modernisiert werden muss.
Lösung und Potenziale für das IT-Asset-Management
Die zentrale Frage lautet deshalb nicht, ob Unternehmen Geräte austauschen, sondern wie dies möglichst wirtschaftlich und nachhaltig geschieht, um ungenutzte Werte zu erschließen.
Über den Lebenszyklus der Geräte rücken dabei 3 Handlungsfelder besonders in den Fokus:
Langlebige Geräte
Refurbishment statt Entsorgung
Recycling mit Rohstoffrückgewinnung
Kreislaufwirtschaft als Wettbewerbsfaktor
Der Circularity Gap Report betont, dass Kreislaufwirtschaft längst kein reines Nachhaltigkeitsthema mehr ist. Unternehmen, die zirkuläre Prozesse etablieren, profitieren von geringeren Materialkosten, höherer Resilienz gegenüber Lieferkettenrisiken und einer besseren Vorbereitung auf zukünftige regulatorische Anforderungen.
Darüber hinaus erwarten Kunden, Investoren und Mitarbeitende zunehmend glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategien. Ein professioneller Umgang mit IT-Hardware kann dabei einen messbaren Beitrag zu Nachhaltigkeits- und ESG-Zielen leisten und gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile schaffen.
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