Was bedeutet eigentlich Klimawandel?

16.01.2020

Die größte Herausforderung, der sich die Menschheit stellen muss, ist der Klimawandel unseres Planeten. Das massive Verbrennen fossiler Energieträger, die Überpopularisierung und die fortwährende Abholzung der Regenwälder machen die Erde zum Treibhaus und der Klimawandel wird weiter vorangetrieben.

Bild: Zeit Online

Das Klima an sich umfasst alle Aspekte bezüglich des Niederschlags, der Sonnenstunden, Windmessungen oder auch den Wechsel der Jahreszeiten. Klimawandel selbst ist auf der Erde schon immer zu beobachten. Jedoch hatte die Natur einen deutlich größeren Zeitraum um sich anzupassen als heute und konnte den Wandel eigenständig regulieren. Durch die vom Menschen herbeigeführte globale Erwärmung verläuft der Vorgang des Klimawandels nun deutlich schneller und lässt der Natur keine Zeit für benötigte Anpassungen.

Pariser Abkommen schafft Hoffnung

Mit dem am 4. November 16 in Kraft getretenen Pariser Abkommen hat die Menschheit einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht: Alle Staaten der Welt haben sich versammelt, um kollektiv gegen die Erderwärmung vorzugehen. Im Zuge dessen wurde beschlossen, die Erwärmung der Erde auf 1,5 Grad zu begrenzen, um so die Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren.

Reicht das aus?

Nein. Um die geplanten Ziel realisieren zu können, müssten laut Klimaforscher Stefan Rahmstorf, die Staaten der Welt ihre Emissionen noch vor Mitte des Jahrhunderts auf 0 reduzieren. Mit den Angaben der geplanten Emissionsminderungen der einzelnen Staaten, wird sich die Erde allerdings trotzdem um 3 Grad erwärmen. Dies hätte verheerende Folgen für den Planeten und dessen Bewohner.

Sind doch nur 3 Grad?!?

Dieser minimale Temperaturunterschied reicht aus, um den Planeten so zu verändern, wie wir ihn nicht kennen und nicht kennen wollen. Hitzewellen nehmen zu, großflächige Dürren breiten sich weltweit aus, der Meeresspiegel steigt an und das Artensterben schreitet weiter voran. Experten betrachten speziell das Schmelzen der riesigen Permafrostböden als besonders gefährlich. Diese gefrorenen Böden speichern ca. 1,8 Billionen Tonnen Kohlenstoff. Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) beträgt dies etwa doppelt so viel wie die geschätzten Emissionen Deutschlands im Jahre 2018. Sollten diese auftauen, werden neben CO2 zudem große Mengen Methan freigesetzt. Rahmstorf warnt vor der hohen Potenz des Treibhausgases Methan, da es eine 25-mal stärkere Auswirkung auf den Treibhauseffekt hat als CO2.

Schon zu spät?

Nein! Die Folgen des Klimawandels sind nicht mehr abzuwenden, das ist Fakt. Allerdings können durch sofortiges Handeln weitaus verheerendere Auswirkungen verhindert werden und nichtvermeidbare in ihrer Schwere reduziert werden.

Sollten es die Staaten der Welt nicht schaffen, die Vorgaben des Pariser Abkommen einzuhalten, wird, laut Rahmstorf, die Erdtemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um 4 Grad ansteigen und das Leben auf dem uns bekannten Planeten unmöglich machen! Wir sind die letzte Generation, die etwas bewegen kann.

Klimaforscher Stefan Rahmstorf stellt die genannten Probleme in einem kurzen Video der Zeit-Online nochmals näher zur Schau und erklärt was den Klimawandel für uns so gefährlich macht: