Datenvernichtung richtig gemacht!

28.01.2020

Das Thema Datenschutz ist brandaktuell und heißdiskutiert, wird jedoch im privaten oder beruflichen Alltag noch immer nicht sicher und souverän umgesetzt. Sei es der Schutz der privaten Daten im Netz oder auch der Schutz von Unternehmensdaten gemäß der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Zertifizierte Datenlöschung Foto: Studio Hirschmeier

Letzteres erlangt besondere Bedeutung, wenn die Hardware eines Unternehmens erneuert wird (Roll-In), das Wert auf einen möglichst nachhaltigen Umgang mit gebrauchter Hardware legt und sie möglichst zurück in den Wirtschaftskreislauf geben will. Aber auch bei privaten Daten ist es mit einem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen nicht getan.

Zum Tag des europäischen Datenschutzes erläutert Patrick Schatz, unser Mitarbeiter aus der Datenlöschung, in einem kurzen Interview, was genau der Begriff Datenvernichtung umfasst, warum mit „Zurücksetzen auf Werkseinstellungen“ die Arbeit nicht getan ist und was genau die Datenlöschung mit zertifizierter Löschsoftware ausmacht:

Patrick, kannst du kurz und knapp erklären was unter dem Begriff „Datenvernichtung“ grundsätzlich zu verstehen ist?

Unter dem Begriff Datenvernichtung ist, wie der Name schon sagt, die restlose Vernichtung der Daten zu verstehen, sodass man diese nicht wiederherstellen kann. Verschiebt man beispielsweise seine Dateien in den Papierkorb, befinden sich diese weiterhin auf der Festplatte und können somit wiederhergestellt werden. Deshalb löschen wir Daten mit einer zertifizierten Löschsoftware.
 

Was bedeutet Datenlöschung mit einer zertifizierten Löschsoftware?

Bei einer zertifizierten Datenlöschung, wie wir sie durchführen, werden die einzelnen Sektoren der Festplatte überschrieben und die Daten restlos von der Festplatte entfernt. Je nach Größe der Festplatte, kann dieser Vorgang einige Stunden dauern. Wir benutzen hierfür die vom TÜV zertifizierte Blancco Software.
 

Reicht es nicht aus, wenn ich meine Geräte auf ihre Werkseinstellungen zurücksetze?

Nein absolut nicht. Viele verwechseln da etwas, denn das zurücksetzen auf die Werkseinstellungen setzt lediglich die Optionen des Geräts zurück. Mit den Daten an sich hat dieser Vorgang allerdings nichts zu tun.
 

Lohnt sich das für Unternehmen? Wieso wird gebrauchte Hardware nicht einfach verschrottet?

Viele Geräte sind nach Aufarbeitung noch voll funktionsfähig. Durch die Wiederverwendung der Hardware können wichtige Rohstoffe eingespart werden. Geräte, die nicht mehr funktionieren werden recycelt, wodurch wertvolle Metalle gewonnen werden.

Durch die Abgabe ausgemusterter Hardware an AfB erhalten Unternehmen außerdem einen Nachweis, dass die Daten wirklich vernichtet worden sind und nicht wiederherstellbar sind.
 

Was kann ich als Privatperson machen, wenn ich keinen Zugriff auf solch eine Software habe?

Es gibt die Möglichkeit, seine Geräte bei uns abzugeben. Wir können somit auch Privatpersonen eine sichere Datenvernichtung garantieren. Alle Elektronikmärkte und größere Onlinehändler sind verpflichtet, Altgeräte anzunehmen.