Wimmelbild der Nachhaltigkeit

08.04.2019

Die „Hilfswerft“ hat das Poster „Die Nachhaltigen 222“ entwickelt. Ob für Kleidung, Kosmetik oder Technik – hier findet man 222 konkrete Beispiele für Marken, die nachhaltigen Konsum unterstützen. Sechs Fragen an Hilfswerft-Geschäftsführer Nils Dreyer...

 

"Die 222 Nachhaltigen" - konkrete Beispiele für Marken, die nachhaltigen Konsum unterstützen. Foto: Hilfswerft

Von Möbeln über Technik zur Kosmetik - hier gibt es überall etwas zu entdecken. Foto: Hilfswerft.

Hilfswerft-Geschäftsführer Nils Dreyer. Foto: Hilfswerft

Sechs Fragen an Hilfswerft-Geschäftsführer Nils Dreyer:

 

1. Nils, euer Plakat ist ja wirklich wie ein Wimmelbild für Nachhaltigkeit! Nur statt „Walter“ findet man überall Firmen, die Vorbilder für nachhaltigen Konsum sind. Wie kamt ihr auf diese Idee?

Tatsächlich ist dieses Plakat schon unser zweites. Wir haben die Idee bereits 2017 mit dem Thema „Social Business“ getestet. Das kam super an, und wir wollten unbedingt noch eine Version erstellen, die konkrete Bespiele rund um das Thema „Nachhaltiger Konsum“ aufführt.

2. Ein Plakat im digitalen Zeitalter – ist das antiquiert, retro-chic oder zukunftsweisend?

(lacht) Alles und nichts davon… Natürlich hätten wir auch eine App erstellen können, aber dazu bedarf es User, die sich bereits für das Thema interessieren. Wenn aber ein solches Plakat zum Beispiel in einer Arztpraxis oder im Empfangsraum einer Firma hängt, werden Leute angesprochen, die sich vielleicht noch gar nicht damit auseinandergesetzt haben. Außerdem bietet es die Chance und soll auch dazu anregen, sich sofort dazu auszutauschen.

3. Es geht also um Bildung?

Ja genau! Wir möchten inspirieren und die Augen öffnen. Wenn man bei den genannten Firmen einkauft, kann man sicher sein, dass die Firma sich in Sachen Nachhaltigkeit stark engagiert.

4. Wie wurden die 222 Firmen ausgewählt? Haben sie sich bei euch beworben oder sogar dafür bezahlt?

Nein! Die Firmen wurden erst informiert, als das Plakat schon fertig war. Die Zero Waste-Bloggerin Caroline Hoops hat für uns recherchiert und Kriterien erstellt, nach welchen wir die 222 Marken ausgewählt haben. Zum Beispiel sollten sich die Unternehmen in einem Maß sozial und/oder ökologisch engagieren, das weit über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht. Zudem müssen die Ansprüche an nachhaltige Produktion der jeweiligen Branche erfüllt sein. Zum Beispiel wurde bei Kosmetikartikeln insbesondere auf das Thema Mikroplastik geachtet und bei grüner Technik verstärkt auf Recyclingstoffe und Langlebigkeit.

5. Da freuen wir uns aber, dass auch die AfB auf dem Plakat steht.

Euer Geschäftsmodell ist eben auf vielseitige Weise nachhaltig – ökologisch, aber auch sozial. Da kamen wir nicht an euch vorbei…

6. Wo bekommt man so ein Plakat her? Verschenkt ihr es?

Nein, man kann es bei vielen der hier genannten Unternehmen kaufen. Es steckt viel Recherche- und Gestaltung-Arbeit drin und es soll auch noch weiterentwickelt werden. Zudem ist es ein sehr hochwertiges Poster und kein Wegwerf-Artikel – natürlich auf Ökopapier und mit Ökostrom gedruckt. Für Unternehmen bieten wir auch CSR-Maßnahmen zur Aktivierung der Nachhaltigkeitsaktivitäten an.

 

Vielen Dank, für das Interview, Nils! Hoffentlich inspiriert euer Plakat viele Menschen. Wir verteilen es auf jeden Fall weiter.

 

Hier gibt es weitere Infos zur Hilfswerft, deren CSR-Nachhaltigkeitskommunikation sowie konkret zum Poster.