Auch beim Schäferstündchen die Umwelt schützen

08.04.2019

Zum Earth Day kooperiert AfB mit dem Kondom-Hersteller einhorn. Denn warum sollte ökologische und soziale Nachhaltigkeit vor der schönsten Nebensache der Welt Halt machen?! Richtig - es gibt keinen Grund dafür!

 

Foto: einhorn

Foto: einhorn

Acht Fragen an einhorn-Mitarbeiter Markus zu veganen Kondomen, Faistainibility und was Nachhaltigkeit in deutschen Schlafzimmern zu suchen hat:

 

1. Anlass unserer Kooperation ist der International Earth Day. Was tut Einhorn für unsere Erde?

einhorn ist Teil einer ganzen Bewegung für nachhaltigen Lebensstil mit Sinn für Gerechtigkeit. Offene und transparente Kommunikation auf Augenhöhe bei der wichtigsten Nebensache der Welt und sehr viel Spaß an Design und Ästhetik sind uns ebenfalls wichtig.

Für die Nachhaltigkeit haben wir Fairstainability erfunden. Eine Wortneuschöpfung aus fair und sustanability. Dabei wollen wir Fairstainability Kriterien nicht nur beachten sondern langfristig dazu beitragen, dass es Mensch und Umwelt besser geht. Das heißt zum Beispiel nicht nur den Ressourcen- und Pestizidverbrauch zu verringern oder sicherzustellen, dass der Mindestlohn gezahlt wird, sondern wir wollen die Biodiversität erhöhen und faire Arbeitsbedingungen entlang der Wertschöpfungskette ermöglichen. Das gilt natürlich auch für unsere neuen Periodenprodukte.

 

2. Erzählt uns was, über eure Werte. Das Besondere ist ja nicht, dass ihr Kondome verkauft. Das machen andere auch. Was reißt uns bei euch vom Hocker? 

Was einhorn antreibt: faire Produkte zu fairen Konditionen für Mensch und Natur.

Die große Vision: dass jedes Produkt im Supermarkt fair ist – und damit jeder Kauf ein guter. Wir zeigen, dass alltägliche Produkte wie Kondome und Periodenprodukte, fair produziert werden und gleichzeitig Lifestyle-Produkt sein können. Sie verbinden den Social Impact mit kommerziellem Erfolg und machen einhorn Kondome und Periodenprodukte zu einem Mainstream-Produkt, dass in keiner Öko-Schiene sein Dasein fristen muss. einhorn Produkte machen Spaß und sprechen alle Menschen an. Egal, ob diese sich bereits mit Nachhaltigkeit auskennen oder nicht. Denn die Verpackung sieht immer einzigartig aus und macht schon an der Kasse Spaß.

 

3. Wie seid ihr denn überhaupt auf die Idee der einhorn-Kondome gekommen?

Philip war selbst dabei Kondome zu kaufen und fand es gruselig wie dieses prädestinierte Lifestyle-Produkt in eine Ecke mit Windeln und Hundefutter verbannt wurde. Ganz und gar unsexy. Daraufhin schickte er ein Bild an Waldemar. Er war gerade in einem Sabbatical in Südamerika und reiste eher zufällig durch Kaffee- und Bananenplantagen. Als den Beiden klar wurde, dass Kondome ja auch Naturprodukte sind, war der Samen gesetzt. 

 

4. Eure Kondome bestehen aus Naturkautschuk und sind vegan. Sind sie wirklich genauso sicher wie andere Kondome?

Kondome sind ein Medizinprodukt und unterliegen strengen Auflagen. Natürlich erfüllen unsere Kondome alle Kriterien, werden einzeln elektronisch getestet und sind genauso sicher.

 

5. Faire Kondome, Öko-Tampons – was kommt als nächstes?

Wahrscheinlich Klopapier oder irgendwas anderes für unter der Gürtellinie. Darin sind wir gut.

 

6. Wer bei einhorn arbeitet, hat keinen Chef. Jeder arbeitet wann er will, bestimmt Urlaub und Gehalt selbst. Funktioniert das?

Ich würde rumfragen, aber gerade ist keiner da…

Aber ernsthaft. Das funktioniert, da wir laufend an unserer Feedbackkultur arbeiten, diskutieren und kommunizieren. Wir bieten Coachings für gewaltfreie Kommunikation an und schaffen regelmäßig Räume um Konflikte auszuräumen.

Ansonsten ist jeder bei uns selbstbestimmt und frei in seinem Tun. Wir behandeln unsere Teammitglieder einfach wie Erwachsene und daher verhalten sie sich auch wie Erwachsene. Jeder handelt verantwortungsvoll und niemand nutzt das System aus. Das würde ja auch keinen Sinn ergeben. Wir alle lieben einhorn und wollen, dass funktioniert was wir tun und unsere Nachhaltigkeitsmission voranbringen.

 

7. Bei Einhorn gibt es das Team Fairstainability. Was machen die KollegInnen da?

Fairstainability ist ein ganzheitlicher Ansatz. Wir wollen  in allen Bereichen und im ganzen Lebenszyklus unserer Produkte Fairness- und Nachhaltigkeitsaspekte voran bringen. Das sind ganz unterschiedliche Bereiche – von einer fairen Bezahlung entlang der Lieferkette über den Schutz der Biodiversität im Kautschukanbau bis hin zu einem möglichst geringen CO2-Verbrauch entlang des einhorn Lebenszyklus. Das Ganze wollen wir transparent und ehrlich kommunizieren und der Community zeigen, woran wir gerade arbeiten und auch was wir noch nicht leisten können.

Um das alles umzusetzen, haben wir uns dazu verpflichtet, 50% unserer Gewinne in soziale und nachhaltige Projekte zu investieren.

 

8. Super, eure Kunden können Sex mit gutem Gewissen haben. Aber nun zum Eingemachten: Verratet ihr uns eure Lieblingsstellung?

Das fliegende einhorn in doppelter Ausführung!