Sicherheitslücke in Computerchips: Wie kann ich mich schützen?

04.01.2018

Forscher haben eine Sicherheitslücke in Computerchips entdeckt. Bisher ist unbekannt, ob Hacker die Schwachstelle bereits ausgenutzt haben. AfB fasst die wichtigsten Infos zusammen und zeigt was Sie tun können.

Worin liegt die Ursache für die Sicherheitslücke?

Die Ursache für die Schwachstelle liegt in der „speculative execution“, einer Technik bei der der Chip Informationen, die der Verbraucher wahrscheinlich später benötigt, im Voraus bereitstellt. Wie jetzt bekannt ist, könnten Hacker aufgrund dieses Verfahrens auf sensible Daten zugreifen.

Welche Chips sind betroffen?

Laut Forschern sind folgende Computerchips wie in Handys, Notebooks und Tablets anfällig. Konkret: Ein Großteil der Intel-Prozessoren seit 1995, einige Prozessoren der Firma Arm, die in vielen Android-Geräten verbaut sind, sowie Chips des Intel-Konkurrenten AMD.

Wurde der Angriffspunkt bereits ausgenutzt?

Bisher können Experten nicht mit Sicherheit sagen, ob die Sicherheitslücke bereits ausgenutzt worden ist. Ein System-Angriff ließe sich in den bisher gängigen Log-Dateien nicht feststellen. Doch der Technik-Industrie ist die Sicherheitslücke bereits seit einiger Zeit bekannt und man arbeitet daran, das Problem durch Software-Updates zu beheben. Unternehmen wie Google, Microsoft und Amazon konnten frühzeitig ihre Cloud-Dienste absichern. Ein erfolgreicher Angriff sei daher unwahrscheinlich. Verbraucher müssen bei neuen Software-Updates lediglich mit einen Leistungsabfall von zwei Prozent rechnen.

Was kann ich mich schützen?

Gegen technische Sicherheitslücken kann man sich nicht direkt schützen. Dennoch helfen folgende Tipps, um einen Angriff durch Hacker vorzubeugen:

  1. Umgehend die neusten Software-Updates installieren! 
  2. Virenschutz-Apps installieren wie z.B. AVL oder Free Antivirus and Security.
  3. Keine Apps aus nicht offiziellen Stores herunterladen!