Ein Praktikum, das nachhallt

28.04.2017

Das Besondere ist, wie Menschen mit und ohne Behinderung hier gemeinsam ohne Probleme und Vorurteile erfolgreich zusammenarbeiten. Vor dem Praktikum hätte ich nicht gedacht, dass dies so gut funktionieren kann“ – nach ihrem Abschluss wollte Annalena neue Berufswege ausprobieren. Während ihres Praktikums übernahm die studierte Wirtschaftsinformatikerin nicht nur Verantwortung bei AfB, sondern auch für ihr persönliches Wirken in der Welt.

28-04-2017 – Die 22-jährige Pfälzerin Annalena ist eine von zahlreichen Praktikanten im Unternehmen. Als helfende Hand des CR-Verantwortlichen Alexander Kraemer erhielt sie vielfältige Einblicke in das aktuelle Geschehen der Wirtschaftswelt und konnte eigene Ideen zu Nachhaltigkeit entwickeln. „Meine Aufgaben variierten und waren danach ausgerichtet, was mich interessiert und in welchem Bereich ich gerne dazulernen möchte“, erklärt die Absolventin: „Während meines Praktikums im Bereich Nachhaltigkeit, wollte ich sehen, wie Unternehmen diese Aufgabe umsetzen.“ Eines ihrer größten Projekte war die Erstellung eines Handbuchs zur Handysammlung der AfB. Zudem sei es ihr oft ermöglicht worden, Geschäftstermine der CR-Abteilung und verschiedene Messen mitzuerleben. Die Chance in einem Integrationsunternehmen Erfahrungen zu sammeln und ökologisches Denken zu fördern, müsse man, so Annalena, als Student oder Berufseinsteiger unbedingt ergreifen: „Ich glaube die Offenheit der Kollegen im Umgang mit Menschen bietet eine tolle Arbeitsumgebung, die es in anderen Unternehmen so nicht gibt.“ In ihren drei Monaten bei AfB habe sie neben fachlichen besonders persönliche Fortschritte machen können.

Inwiefern hattest du Kontakt zu Kollegen mit Behinderung?
Annalena: Als ich am ersten Tag ins Büro kam, sprach ich eine Frau an, wo ich denn meinen Betreuer finden würde. Keine Antwort. Ich hatte eine gehörlose Mitarbeiterin gefragt. Im Laufe des Praktikums habe ich sehr viel über Gehörlosigkeit und einige Gebärdenzeichen gelernt. Leider musste ich feststellen, dass viel zu wenige Menschen Gebärdensprache können. Ich finde es toll, dass AfB sich für die Integration Tauber einsetzt und einige Mitarbeiter sogar die Herausforderung annehmen, Gebärdensprache zu lernen. Man hat täglich Kontakt zu Kollegen mit verschiedenen Behinderungen. Bei AfB ist das normaler Alltag.

Was hast du in deiner Zeit beim Unternehmen gelernt?
Annalena: Das Praktikum war persönlich und beruflich eine Bereicherung. Es war eine tolle Erfahrung, zu sehen, wie gut die Integration von Menschen mit Behinderung funktionieren kann und welche Talente sie mitbringen. Interessant war auch, zu verstehen, wie ein Unternehmen im Wachstum funktioniert. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Teams habe ich nicht nur Themen der CR-Abteilung mitbekommen. Von Alexander Kraemer konnte ich viel zum Thema CR und Business Development lernen. Sein ehrliches Feedback hilft mir später definitiv weiter.

Welche Erkenntnisse hattest du beim Thema CR?
Annalena: CR ist ein riesiges Thema. Die Qualität und Umsetzung der ausgewählten Faktoren ist dabei jedoch besonders wichtig. Nur durch viele Daten und Fakten kann ein Unternehmen glaubwürdig CR betreiben. Immer wieder kommen neue Themen auf, die noch beachtet werden müssen. Es braucht sehr viel Kommunikationsarbeit und Berichtwesen, das hatte ich vorher nicht gedacht.

Hat das Praktikum deine weiteren Pläne beeinflusst?
Annalena: Das Praktikum hat mir gezeigt, dass mich diese Themen sehr interessieren, aber auch, wie begrenzt die Stellen in diesem Bereich sind. Aktuell möchte ich einen Master mit Schwerpunkt Umweltmanagement und Logistik machen.