Toleranz und Teamgeist als Erfolgskonzept

„Viele Bewerber für meinen Job dachten wohl, es wäre zu viel, sich um den Store zu kümmern und gleichzeitig Mitarbeiter mit Behinderung zu betreuen. Ich wollte das einfach ausprobieren und diese Erfahrung machen“ – dank ein wenig Mut und ganz viel Offenheit trägt Erwin Janzer seit gut einem halben Jahr die Verantwortung für ein fünfköpfiges Team. Negative Vorurteile über die Geschäftsfähigkeit behinderter Menschen widerlegt er jeden Tag.

Seit Juni 2016 Ist Erwin Janzer Shopleiter am Standort Ettlingen und kümmert sich um ein Team aus fünf Mitarbeitern, zwei davon mit einer Behinderung. Schon während seines Praktikums bei AfB habe es ihm Spaß gemacht, zu sehen, wie die Menschen sich bei der Arbeit freuen. Gemeinsam stehen er und sein Team Kunden fast täglich im Ettlinger AfB-Store mit fachmännischem Rat zur Seite. Zu seinen Aufgaben zählen jedoch nicht nur die Personalplanung, die Beschaffung sowie das Vermarkten der Ware: „Ich muss vor allem das Team bei Laune halten und sie motivieren.“ Unterschiede mache er dabei nicht. Zwar müsse der Shopleiter mit manchen Mitarbeitern aufgrund ihrer Behinderung in bestimmten Situationen etwas vorsichtiger sprechen, doch gehe er im Grunde mit allen Fünf gleich um. „Die Leute sollten keine Scheu haben, zu uns zu kommen. Unsere Mitarbeiter die Handicaps haben, sind alle nett und hilfsbereit. Sie kennen sich sehr gut mit unseren Geräten aus und können häufig auch speziellere Fragen sofort beantworten“, Erwin Janzer ist vermutlich auch deshalb davon überzeugt, dass viele Menschen und besonders Unternehmen unbegründet voreingenommen seien.


Kannst du die Vorurteile von Unternehmen nachvollziehen, die eine Anstellung behinderter Menschen als Problem wahrnehmen?

Erwin: Viele haben Angst davor mit behinderten Menschen zu arbeiten. So lange man jedoch diese Erfahrung nicht selbst gesammelt hat und die Menschen nicht kennenlernt, sollte man auch keine Vorurteile haben.

Wissen alle Kunden, die in den Store kommen, dass AfB ein Integrationsunternehmen ist?

Erwin: Der Großteil der Kunden weiß, welche Art von Geräten wir verkaufen und dass bei uns viele Menschen mit Behinderung arbeiten. Jeder in meinem Team berät sehr gut und nimmt sich für jede Beratung so viel Zeit, wie der Kunde benötigt. Da nehmen diese es auch mal in Kauf, im Store zu warten, weil es vielleicht etwas länger dauert. Ich habe den Eindruck, dass viele Kunden es toll finden, wofür wir stehen und was wir machen.

Ist den Kunden auch der Wert gebrauchter Hardware bewusst?

Erwin: Viele kommen und sagen, dass sie speziell etwas Günstiges und Gebrauchtes kaufen wollen. Im Gespräch kommt dann häufig heraus, dass die Kunden auch privat nicht alles wegwerfen wollen. Von der Hardware sind ich und mein Team überzeugt. Erst nach den intensiven Tests gelangen die Geräte zu uns in den Verkauf und wir können sie mit gutem Gewissen anbieten. Daher gibt es bei uns auch von Haus aus 1 Jahr Garantie darauf. Dass man diese für einen kleinen Aufpreis sogar erweitern kann, gibt den Kunden noch mehr Sicherheit.

Was lernst du persönlich aus deiner Arbeit als Shopleiter?

Erwin: Ich kann bei der AfB Erfahrung sammeln. Mit jedem Mitarbeiter muss ich so umgehen, wie es zu ihm passt, und gleichzeitig lerne ich jeden Menschen so wertzuschätzen, wie er ist.