Abfall im Alltag vermeiden - aber wie?

Vermeiden, verwerten, versorgen - Rund 618 Kilogramm Abfall werfen wir laut NABU im Durchschnitt pro Person jährlich weg. Wiederverwertbare Stoffe müssen recycelt und andere auf schonende Art entsorgt werden. Um Ressourcen zu schonen und Energie zu sparen, muss das Abfallaufkommen im Voraus reduziert werden. Trotz fortschrittlicher Recycling-Methoden kann dies nur durch verändertes Konsumverhalten erreicht werden. Jeder kann die persönliche Menge durch kleine Tricks minimieren und so verhindern, dass Müll überhaupt entsteht. Wie Sie dieses Vorhaben in den unterschiedlichsten Alltagssituationen umsetzen?

Beim Einkaufen: Verwenden Sie einen Korb oder Stofftaschen und keine Plastiktüte. Zwar sind diese seit einiger Zeit in den meisten Geschäften nicht mehr kostenlos zu erhalten, dennoch gibt es noch viele Plastikfallen im Supermarkt. Kaufen Sie Ihr Obst und Gemüse lose ein und nicht in unnötigen Verpackungen. Bei der Herstellung der Plastiktüte und –verpackung werden wertvolle Rohstoffe und Energie verbraucht. Nach der Nutzung zersetzen sich die Tüten nur langsam und verschmutzen die Umwelt.

Bei Snacks to go: Sie möchten die frisch gekaufte Brezel vom Bäcker direkt essen? Dann verzichten Sie auf die unnötige Tüte und nehmen Sie das Gebäck direkt in die Hand. Ihr täglicher Weg ins Büro führt Sie zudem immer an einem Café vorbei? Investieren Sie in einen Thermobecher und lassen sie den Kaffee in Ihren mitgebrachten Behälter anstatt den Pappbecher füllen. 

Für den Durst: Kaufen Sie Getränke in Mehrwegflaschen, das spart Verpackungsmüll. Eine gute und umweltfreundliche Alternative ist die Nutzung nachfüllbarer Trinkflaschen. Füllen Sie diese einfach mit Leitungswasser auf. Das hat in Deutschland fast überall gute Qualität und kann bedenkenlos getrunken werden. Auch wenn die meisten Flaschen heutzutage recycelt werden, verbraucht das dennoch viel Energie.

Für Nachschub: Sind Handseife, Waschpulver und andere Haushaltsmittel leer, besorgen Sie Nachfüllpacks. Diese verursachen weniger Müll, als jedes Mal neue Packungen zu kaufen. Schauen Sie sich beim nächsten Einkauf genauer im Supermarkt danach um.

Beim Nutzungsverhalten: Vermeiden Sie, wenn möglich, Einwegprodukte, die eine extrem kurze Lebensdauer haben und schnell im Müll landen. Bei Rasierern, Feuerzeugen, Kugelschreibern und vielem mehr sollten Sie lieber auf Mehrwegprodukte setzen. Die können mit ein paar Handgriffen nachgefüllt oder mit Ersatzteilen ausgestattet werden. Hat ein Gegenstand, Möbel- oder Kleidungsstück für Sie irgendwann keinen Nutzen mehr, gibt es dafür zahlreiche Plattformen zum Tauschen und Verkaufen. Egal ob klassischer Flohmarkt oder Online-Marktplatz – andere Nutzer freuen sich über Ihre ausgemisteten Dinge und Sie verdienen zum Teil sogar Geld daran.

Reparieren statt Wegwerfen: Kleinere Schäden zu reparieren, ist zwar nicht immer unbedingt einfach, aber oft machbar. Insbesondere kleine Löcher in der Kleidung oder Ausbesserungsarbeiten an Möbeln sind umweltfreundlicher und größtenteils billiger als Neuanschaffungen.

Beim Licht: Oftmals sind die Leuchtmittel in LED-Lampen fest verbaut. Daher ist es nicht möglich, die „Glühbirnen“ selbst zu wechseln. Achten Sie beim Lampenkauf darauf, dass die Leuchtmittel jeder Zeit austauschbar sind – so verhindern Sie, gleich die komplette LED-Lampe wegschmeißen zu müssen. 

Für Energie: Weder Akkus noch Batterien sind sehr umweltfreundlich. Durch die hundertfache Wiederverwendbarkeit der Akkus sind diese auf Dauer nicht nur billiger, sondern auch die bessere Wahl für die Umwelt.

In der Technik: Sie haben sich ein neues Notebook gegönnt? Zu Weihnachten wünscht sich das Kind ein moderneres Smartphone? Erst einmal kein Problem. Aber lassen Sie die Altgeräte nicht in Schubladen verstauben oder wertvolle Rohstoffe im Haushaltsmüll verloren gehen. Geben Sie die gebrauchten Geräte bei Recyclern wie der AfB ab. Hier können dem Smartphone neues Leben eingehaucht und wertvolle Ressourcen gerettet werden. Weniger Neuproduktionen, weniger Müll, mehr Wiederverwendung. Vielleicht reicht Ihnen oder Ihrem Kind auch ein gebrauchtes Smartphone? Hier finden Sie mehr dazu www.afb-group.eu

Im Briefkasten: Bestellen Sie ungewollte Werbung einfach ab. Ein Aufkleber auf dem Briefkasten schützt vor unerwünschten Postwurfsendungen, die eine Menge Papiermüll produzieren, und doch nie gelesen werden.

In der Mülltonne: Trennen Sie Ihren Abfall, um die einzelnen Stoffe bestmöglich verwertbar zu hinterlassen. Falls Sie einen Garten haben, legen Sie einen eigenen Komposthaufen an. Den Großteil des Biomülls können Sie ganz leicht selbst kompostieren und gleichzeitig wertvollen Dünger herstellen. Ist dieser richtig angelegt, dann riecht er auch nicht unangenehm.